Unterbrechungen

Blasen: Üblicherweise stellen kleinere Blasen am Fuß keine wirkliche Behinderung dar; bei einer Größe allerdings wie am Bild nebenan (entstanden beim Welsch-Marathon 2008 ) ist die Gefahr einer Infektion sehr groß und an Laufen für ca. eine Woche nicht zu denken. Ich bekam das „Problem“ jedoch mit folgenden Behandlungen recht rasch in den Griff:

  • Tag 0 Wundsäuberung mit Wasser; über Nacht ohne Verband
  • Tag 1 Metallisierte Wundauflageund Fixation mit Peha-Haft; über Nacht ohne Verband Verbandwechsel 2 x täglich 2 & 3 Metalliesierte Wundauflage und Fixation mit Peha-Haft; über Nacht Bepanthen-Creme Verbandwechsel 2 x täglich
  • Tag 4 & 5 OP-Site-Folie als Wundauflage; darüber eineKompresse und Fixation mit Peha-Haft; über Nacht Bepanthen-Creme Verbandwechsel 2 x täglich
  • Tag 6 & 7 Kompresse als Wundauflage und Fixation mit Peha-Haft; über Nacht Bepanthen-Creme Nur, wenn die Wunde verheilt (sprich „trocken“) ist; Lauf ohne Probleme möglich

Hüftschmerzen nach Motorradtraining: Die ungewohnten Bewegungen und Kräfte auf meine Hüfte auf Trialgeräten am Ende eines Motorradkurses waren wohl zu groß. Am Tag danach konnte ich mein rechtes Bein nicht einmal ansatzweise ein paar Grad aus der Neutralstellung bewegen. Mein Glück im Unglück war, dass das Laufen dadurch gar nicht wirklich behindert wurde. Trotzdem war es kein Zustand und so suchte ich einen Orthopäden bzw. eine Physiotherapeutin auf und nach rund einer Woche war das Problem weg. Am Röntgenbild ist eine kleine Erhöhung am unteren Ende des Kopfes zu sehen. Immer wenn dieser Bereich in die Pfanne gleitete, waren die Schmerzen da.


Blinddarm-Entfernung: Nach Übelkeit am Abend mit immer stärker werdenden Schmerzen in der Bauchgegend musste ich mich in der Nacht übergeben ging schließlich am Vormittag darauf zu meinem Hausarzt. Da ich noch recht mobil war und die Schmerzen sich nicht nur auf den rechten Bereich des Unterbauches eingrenzten, wurde ich mit Verdacht auf eine Magenentzündung wieder entlassen. Innerhalb einer Stunden wurden die Schmerzen allerdings so stark, dass ich nicht mehr einmal aufrecht gehen konnte. Nachdem mich meine Frau ins LKH-West in Graz brachte war nach der Erstuntersuchung klar: der Blinddarm musste raus; und zwar rucki-zucki. Ich wurde noch in der Ambulanz umgezogen und gleich in den OP gebracht. Am Abend im Krankenzimmer aufgewacht, war Alles schon vorbei. Ich war weder benommen, noch war mir schlecht. So lange ich im Bett lag, war ich auch frei von Schmerzen. Sogar am gleichen Abend konnte ich schon selbstständig die Toilette aufsuchen. Als gute Trainingsalternative bot sich der Liege-Ergometer an: die Bauchmuskulatur wird nahezu nicht belastet und durch die ungewohnte Bewegung ist der Kreislauf ganz schön gefordert.

  • Tag 0 Weg auf WC mit Unterstützung
  • Tag 2 kurze Wege ohne Unterstützung möglich
  • Tag 4 Ein paar Minuten gehen schmerzfrei möglich Entlassung aus Krankenhaus
  • Tag 6 Kürzere Sparziegänge ohne Probleme
  • Tag 12 Erster Testlauf über 20 Minuten im Regenerationsberecih: leichtes „Ziehen“ im Wundbereich – Spatzen durch Schonhaltung Fast noch um ein paar Tage zu früh
  • Tag 14 Lauf über 50 Minuten überwiegend im GLA1-Bereich Keinerlei Anzeichen aus dem Bauchbereich
  • Tag 16 2 Stunden am Liege-Ergometer im GLA1-Bereich
  • Tag 17 1:40 Stunden am Liege-Ergometer im GLA1-Bereich; Gegen Ende hin Schwellen-Bereich 18 1:50 Stunden am Liege-Ergometer im GLA2-Bereich; Gegen Ende hin 94% HrMax
  • Tag 22 1 Stunde am Liege-Ergometer überwiegend im Schwellen-Bereich; Gegen Ende hin 98% HrMax
  • Tag 24 Lauf über 15km überwiegend mit 5:00 Min/km. Ein Km mit 4:00 Min/km Solange der Bauch durch Tempoeinheiten nicht belsastet keinerlei Anzeichen
  • Tag 25 1 Stunde am Liege-Ergometer überwiegend im Schwellen-Bereich mit 3 Steigerungen auf 90% HrMax
  • Tag 27 Lauf über 21km im GLA1-Bereich „Mehr oder weniger“ Beschwerdefrei
  • Tag 30-37 „Normale“ letzte Woche als Marathonvorbereitung zum Welschmarathon 2008

Schlüsselbeinbruch: Am 22.09.2016 passierte der Klassiker – beim Biken (technisch ganz leichte, mäßig fallende Schotterstraße) kopfüber seitlich auf die rechte Schulter; dass ich zum genauen Abklären in ein Krankenhaus musste war mir sofort klar (ich hatte in Ruhigstellung zwar kaum Schmerzen, konnte meinen Arm jedoch nicht bewegen) und so habe ich, während mein Freund mein Rad zum nächsten Gasthaus schob, den Rat eines ehemaligen Mitarbeiters der Orthopädie am LKH Graz und einer Physiotherapeutin meines Vertrauens (sie bzw. ihr Freund biken selbst sehr viel und haben somit Erfahrung mit solchen Verletzungen) eingeholt. Beide meinten, im UHK sei ich mit diesem Problem sehr gut aufgehoben. Meine Frau holte mich beim Gasthaus mit dem Auto ab und brachte mich heim, um mich vorher noch duschen und umziehen zu können (erst beim Ausziehen sah ich im Spiegel den Wulst im Bereich des Schlüsselbeines, spätestens hier war mir klar, dass es sich um eine langwierige Verletzung handeln wird). Im UKH Graz wurde nach einem Röntgen die Diagnose gestellt und ein Tornister-Verband (für mich überraschend schmerzfrei) angelegt. Mit dem Verband wurde nochmals ein Röntgen gemacht und die weitere Vorgangsweise besprochen. Der Arzt meinte, er tendiere mehr zu einer Operation (Verplattung) statt zu einer konventionellen Behandlung (Ruhigstellung). Da ich aber noch eine weitere Meinung einholen wollte, verblieben wir, dass ich ein paar Tage später noch ein Röntgen machen solle. Gesagt, getan. Dieser, eben ein anderer Arzt, meinte, er würde die Behandlung ohne Operation empfehlen. Etwas verunsichert durch die konträren Empfehlungen, suchte ich noch auf Empfehlung eines Freundes Rat bei Doz. Dr. Gruber, einem privaten Orthopäden, auf (ich bekam dafür vom UKH ohne weiteres sofort eine CD mit den Bildern mit). Dieser meinte, dass eine Operation sicherlich, was Problemchen in 15 Jahren erwarten lässt, den besten Verlauf verspreche, er mir aber auch bei konventioneller Therapie gute Chancen einräume, dass die Knochen wieder eine Verbindung aufnehmen und ich kaum Einschränkungen haben werde. Da ich die Nebengeräusche einer Operation (Wundheilung, Medikamente, Narkose, generelles Risiko und eventuell zweite OP ein Jahr später zur Entfernung der Platte) vermeiden wollte, entschied ich mich zur konventionellen Therapie. Um den Heilungsverlauf möglichst gut zu unterstützen, nahm ich von Anfang an private Therapieangebote in Anspruch und – auf mehrfacher Empfehlung –  Nahrungsergänzung („Basenpulver, Dr. Fischer“, „Biomont plus, Dr. Fischer“, „Arnica D12“ und „Oleovit Dr“ zu mir, um die Knochenheilung zu unterstützen. Aus hygienischen Gründen und um auch moderat am Ergometer trainieren zu können, habe ich mir einen zweiten Tornister-Verband zugelegt. So konnte ich, bis auf ein paar Minuten beim Duschen, rund um die Uhr einen Verband tragen. Das Modell von Cellacare (in meinem Fall Größe)finde ich etwas unbequemer als das vom UKH verschriebene Modell, erfüllt aber seinen Zweck: Ruhigstellung beim Spinning.  Was die Behandlung im UKH Graz betrifft, war ich positiv überrascht, wenn gleich ich mir trotzdem mehr individuelle Beratung und Empfehlungen gewünscht hätte (Hinweise  wg. Ernährung, Lymphdrainage und Physiotherapie wurden bei beiden Behandlungen mit keinem Wort erwähnt). Dass ich bei meinen zwei Terminen unterschiedliche Ärzte hatte, sehe ich für die Meinungsbildung als Vorteil. Dass ich jeweils eine andere Empfehlung bekam, liegt wohl in der Natur der Sache ;-) Bei Doz. Dr. Gerald Gruber (Leiter der Sportorthopädie und Gelenkschirugie am LKH Graz) fühlte ich mich sehr gut beraten: die Aufklärung war sehr umfassend, individuell und ganzheitlich. Kann ich uneingeschränkt empfehlen. Beim Team der interdisziplinären Fachpraxis Gemma absolvierte ich die Lymphdrainagen und Physiotherapie: Iris Salm MSc (Physiotherapeutin) kannte ich von meinen Behandlungen im Vorfeld schon, nun kann ich den Kreis der uneingeschränkten Empfehlungen auch auf Mag. Thomas Verhounik (Masseur, Sportwissenschafter) und Margret Gruber, MSc, (Physiotherapeutin) erweitern. So wie bei diesem Team stelle ich es mir vor: keine stille Post und anonyme Flotti-Karotti-Behandlungen, sondern gemeinsame Vorgehensweisen und Absprachen.

  • Tag 0 Röntgen Röntgen, Anlegen eines Tornisterverbandes (welchen meine Frau von nun an täglich nachspannt), „Empfehle eher zu einer OP“
  • Tag 4 Röntgen Röntgen, „Empfehle zu konservativer Behandlung, operieren würde ich nicht“
  • Tag 5 Dr. Gruber Beratung und Entscheidung zu konservativer Behandlung, erstmaliges Ablegen des Tornister-Verbandes zum Haare waschen
  • Tag 6 Lymphdrainage  Von nun an wöchentlich Lymphdrainage inkl. Tapering (nach der ersten Massage ohne Tornister-Verband beim Aufsetzen Schmerzen, ganzer Arm sehr geschwollen)
  • Tag 10 Ergometertraining 45´ aufrecht sitzend mit Tornister-Verband ohne Probleme; natürlich mehr für den Kopf als für die Grundlage ;-)
  • Tag 12 Lymphdrainage Schwellung noch deutlich vorhanden, aber rückgängig. Ich verwende bewusst den betroffenen Arm immer häufiger. Hautirritationen im Bereich der Achseln machen erste Schwierigkeiten: mit Wundauflagen unter dem Gurt und Bepanthen-Salbe versuche ich, nicht noch offener zu werden.
  • Tag 14 Spinning  60´aufrecht sitzend bzw. einhändig für flottere Einlagen möglich; reicht, um auf 170 Frequenz zu kommen
  • Tag 18 Erster Arbeitstag Zum Glück kann ich es mir einteilen und muss nur sehr wenig tippen, sonst wäre eine Woche später anfangen sicher besser
  • Tag 19 Physiotherapie unter der Horizontalen Von nun an wöchentlich (Arm unter der Horizontalen) Einzelheiltherapie
  • Tag 25 Gürtelrose Am Tag war ich abgeschlagen, über Nacht bekam ich Fieber. Dann wurde der linke Oberarm geschwollen und auch rot. Dank meines Masseurs lies ich es früh genug abklären, bekam Virustatika und konnte so weitere Probleme verhindern. Ein paar Tage später waren die Anzeichen weg.
  • Tag 28 Röntgen – Kallusbildung Das war eine gute Nachricht: „….Kallus hat sich gebildet und auch sonst schaut es insgesamt gut aus. In zwei Wochen noch ein Kontrollröntgen…“
  • Tag 35 Testlauf mit Tornister Mein Orthopäde und meine Physiotherapeutin meinen, ich könne, solange ich schmerzfrei bin, laufen. Bei einem ersten lockeren Test-Lauf über 6km (mit Tornisterverband) habe ich genau hinein gehört und keine Problemchen festgestellt. Der Tornisterverband beim Laufen anfangs etwas ungewohnt, aber unterm Strich keine Einschränkung
  • Tag 38 Grundlagenlauf Erste „richtige“ Laufeinheit mit Tornisterverband: 18er in 5:00-Tempo ohne irgendwelche Probleme – bis auf schwere Beine am Tag danach ;-))
  • Tag 43 Röntgen/CT Nachdem beim Röntgen die Kallusbildung nicht gut ersichtlich war, wurde sicherheitshalber noch ein CT gemacht. Dieses ergab dann doch eine 60%ige Verbindung: also Freigabe für Therapien über die Horizontale und runter mit dem Tornister… :-)
  • Tag 57 Physiotherapie über der Horizontalen Subjektiv hätte ich gemeint, ich benötige keine Therapie mehr (ich nehme die Bruchstelle kaum war und habe beim Laufen keine Einschränkungen). Jetzt, wo der Arm bei den Übungen über die Horizontale soll, merke ich die Einschränkugen. Nach der Therpiestunde ist mein Arm sehr geschlaucht…
  • Tag 90 Noch deutliche Einschränkungen  Das Kraftdezfizit bei Liegestützen merke ich noch deutlich. Nach den Physio-Therapien habe ich kaum Einschränkungen, jedoch hält der Erfolg nur ein paar Tage an.
  • Tag 137 letzte Physio-Einheit   Die Einschränkungen sind nun sehr gering. Meine aufgetragenen Übungen mache ich noch ein paar Wochen weiter, Therapie ist nicht mehr nötig :-)) [/text][text ] Hier eine Übersicht über jene Punkte, welche ich wichtig finde: Eine Entscheidung bezüglich OP vs. konservative Behandlung muss nicht sofort getroffen werden: unbedingt ausführlich beraten lassen und eine Zweitmeinung einholen (Röntgenbild mitnehmen) Tornisterverband täglich Nachspannen Um möglichst ständig einen Tornisterverband zu tragen, früh genug einen Zweiten bestellen Um die Heilung zu unterstützen, aktiv um Nahrungsergänzung, Lymphdrainage und Physiotherapie kümmern Früh genug mit der Behandlung von Hautirritationen beginnen Im Zweifel, lieber später mit dem Training beginnen

Achillessehnen-Entzündung: Der Übergang bei der Trainingssteigerung im Feber 2019 (mehr Umfänge, flottere Höhenmeter und einige flottere Kilometer ) war dann wohl doch zu schnell. Unterm Strich eine leichte Entzündung der Achillessehne mit Verlauf wie im Lehrbuch: in der letzten Feber-Woche merkte ich in der Früh, dass meine Achillessehne sehr steif war. Nach jeweils ein paar Gehminuten waren die Anzeichen dann auch wieder weg. Nach ein paar Tagen war dieses Gefühl dann auch ganz leicht über den ganzen Tag zu spüren, wobei nach ein paar Minuten laufen Alles wieder geschmeidig ging… nach weiteren zwei Wochen merkte ich – besonders in der Früh – trotz Reduzierung der Umfänge, vermehrter Einheiten am Rad und Entzündungshemmer deutliche Einschränkungen und entschloss mich, beim Orthopäden durchchecken zu lassen und habe auch gleich einen Termin bei meiner Physiotherapeutin vereinbart. Das erste Quartal geht für mich in Ordnung (900km mit 11.000 Hm, 300km am Rad bzw. 13 Std. Spinning und 17 Std. Stabi/Dehnen), April (175km laufen, 370km Radfahren) und Mai (250km laufen, 317km Radfahren) habe ich reduziert bzw. mit Radfahren etwas kompensiert. Dafür habe ich mehr Zeit (in beiden Monaten 30 Stunden) in Dehnungs,- Stabi- und Kräftigungsübungen investiert. Tägliche exzentrische Dehnungsübungen für die Achillessehne (jeden dritten Tag mit Gewicht), Kräftigungsübungen und sensomotorische Einlagen brachten eine Besserung. Nach zwei Monaten spürte ich eine deutliche Besserung und hatte während der Trainingseinheiten keine Einschränkungen. Lediglich in der Früh merkte ich beim Auftreten noch einen Unterschied. Beim Hochkönigman Anfang Juni und beim Kalser Tauern Trail Ende Juli war die Sehne kein Thema mehr…

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