Kritiken


Nachdem meine Leistung für ein Sponsoring nicht ganz reicht ;-)) kann ich bei Produktempfehlungen umso objektiver sein… Auch wenn es bei bestimmten Ausrüstungsgegenständen oft um persönliche Präferenzen geht hoffe ich, dass es für Dich nutzvolle Infos sind… Bei den Infos zu den einzelnen Bewerben versuche ich, mein subjektives Empfinden (was natürlich auch von der Platzierung etc. abhängt) auszublenden.

** Grazer-Murpromendadenlauf | 10km & Halbmarathon | Ende März | mau

Die Veranstaltung – es gilt die 10km-Strecke oder die Halbmarathondistanz zu bewältigen – findet Ende März in Graz statt und zeichnet sich durch wenig Zuschauer, ungenauer Streckenvermessung (2:30/km würde ich echt´ gern mal laufen) und einer sehr nüchternen Zielveranstaltung aus. Dafür ist das Datum ein guter Grund für eine Teilnahme, weil es ein guter Zeitpunkt für eine erste Formüberprüfung ist. Die Strecke ist zwar nicht auffällig langsam, aber durch Unterführungen und Stegüberquerungen auch nicht Bestzeitentauglich. 2014 wurde die Veranstaltung erstmals nicht ausgetragen (ist mir aber auch nicht abgegangen). Bin gespannt, ob es bei der Auflage 2015 mehr knistert…

**** Linz-Marathon | Viertel-, Halb und voller Marathon | Anfang April | schnelle Srecke und int. Flair

Abgesehen vom Wien-Marathon findet man in Österreich keinen Lauf mit so einem internationelem Flair. Die Strecke lässt Top-Zeiten zu und ist über weite Teile sehr kurzweilig. Der Zielbereich ist für diese Größenordnung übersichtlich und gemütlich gestaltet.

*** Gratweiner Lauffestival | 5km und 10km | Mitte April | typischer Volkslauf mit Potential

Die 2,5km kurze Runde ist sehr flach und lässt – obwohl rund die Hälfte auf Schotter gelaufen wird – recht gute Zeiten zu. Das Organisationsteam ist sehr bemüht und macht einen herzlichen Eindruck. Das Ambiente der Schlussveranstaltung ist – in Anbetracht dafür, daß es am eher trostlosen Fußballplatz ausgetragen wird – in Ordnung. Die Siegerfeier geht zackig und kurzweilig über die Bühne.

**** Straßenglerlauf | 4,7km und 9,4km | Ende April | herzlich und bemüht

Gut, vielleicht bin ich als Judendorfer etwas befangen. Für mich ist es eine sehr gelungene Veranstaltung: die Organisation wird stetig eingespielter, die Beteiligten machen den Eindruck, als wäre ihnen ein gutes Gelingen wirklich ein Anliegen und bei der Feier danach ist es – sofern natürlich das Wetter mitspielt – am Hauptplatz so richtig gemütlich. Die Siegerehrung dauert leider vergleichsweise lange, stellt dafür aber die Kinder in den Vordergrund… Der Rundkurs über 4,7km ist sehr flach, für Bestzeiten aber durch längere Schotterpassagen und scharfen Kurven nicht optimal.

**** Welschlauf | Viertel-, Halb- und ganzer Marathon mit 1.400Hm| erster Mai-Samstag | Feststimmung über 42km

Die Stimmung entlang der Strecke machen die 1.400 Höhenmeter erträglicher, wobei das Ziel abwechselnd in Wies bzw. Ehrenhausen ist. Nicht unbedingt leichter macht es die Sonne: an warmen Mai-Tagen kann es zwischen den Weinreben ganz schön unangenehm werden. Bekannt ist der Lauf aber auch für die Schlussveranstaltung welche vom feinsten ist; besonders wenn das Ziel in Ehrenhausen ist…

****Worldrun | Verfolgungsrennen gegen Catcher Car | Anfang Mai | Top organisiert im Stile von Red Bull

Die Strecke ist über sehr weite Teile – bis auf ein paar Stellen über die Donau – sehr flott. Im Inneren von Wien sind sehr viele Zuschauer, werden aber ab der Halbmarathonmarke immer weniger, versprühen aber trotzdem eine super Stimmung. Das Rahmenprogramm und die Organisation (exakte Kilometerbeschriftungen, alle fünf Kilometer eine Labestation) sind vom allerfeinsten. Das Nenngeld ist als Spende steuerlich absetzbar.

***** Hochkönigman | Anfang Juni | Ultramarathon, 84km, 4.900Hm | so wie es sein soll

Für mich einer der schönsten Ultras überhaupt: hoher Laufanteil, technisch nur wenig anspruchsvoll, geniale Gegend und Ausblick, super organisiert und herzliches Publikum. Ganz klar fünf Sterne.

***** Sommeralm-Marathon | Anfang Juni | Marathon, 1.770Hm | Familiäre Stimmung

Der, mit seinen für einen Straßenlauf (bis auf einige Kilometer auf Forststraßen) recht vielen Höhenmetern vom Pöllaubertal auf die Sommeralm führende Kurs besticht durch seine sehr gute Organisation und extrem herzliche Stimmung. Der Veranstalter ist sichtlich bemüht, eine familiäre Atmosphäre zu zaubern. Die Stimmung auf weiten Teilen ist durch die entlegene Gegend etwas mau, aber bei der Schlussveranstaltung umso besser. Beim Preis/Leistungsverhältnis (rund € 35 für EinzelstarterInnen) ist er mit Top-Markierung, Verpflegung bzw. überhaupt Organisation, Duschmöglichkeit im Hotel, Schlussveranstaltung im Restaurant mit Menü und vielen Warenpreisen sowieso unschlagbar.

**** Lippizanerheimatlauf Köflach | Mitte Juni | 7km, 14km, Halbmarathon | kurz und knackig

Der Rundkurs über sieben Kilometer ist mit einem Anstieg von rund 100 Höhenmetern gespickt, was – wenn man es zu schnell angeht – ganz schön ins Aug gehen kann. Der Start-Ziel-Bereich ist auf Trabbahn des Gestütes Piber was, für eine besondere Stimmung sorgt. Überhaupt ist es eine sehr herzliche und gut organisierte Veranstaltung.

***** The North Face Lavaredo Ultra Trail | Ende Juni | 110km mit 5.850Hm | leider geil

Der überwiegend technisch leichte Lauf mit Start und Ziel in Cortina d´Ampezzo ist bietet Alles, was das Trailläufer-Herz begehrt: feine Trails, spitzen Organisation, internationales Flair und inmitten der Dolomiten eine imposante Kulisse. Sicherlich eine meiner schönsten Ultra-Trail-Veranstaltung…

**** Grenzstaffellauf | Ende Juni | 54km mit 2.000Hm | urig

Mit Nasenflügelpflaster und Kompressionsärmlinge fällt man dort sicher auf: die Veranstaltung ist bodenständig im positiven Sinn, die Organisatoren vermitteln das Gefühl, daß sie es richtig gern machen und schaffen so eine richtig gelunge Veranstaltung. Die Strecke ist technisch nicht sehr anspruchsvoll, jedoch gerade auf der ersten Hälfte Kräfteraubend, da dort der Großteil der positiven Höhenmeter ist.

**** Lauf rund um den Traunsee | 70km mit 4.500Hm| Anfang Juli | grenzwertig

Die Startzeit kann selbst ausgesucht werden: zwischen drei und fünf Uhr geht´s jedenfalls los. Die Strecke ist trotz der 4.500Hm bis auf eine Ausnahme für Läufe solcher Kategorien normal. Den Aufstieg auf den Traunstein habe ich jedoch als extrem gefährlich in Erinnerung: ein falscher Tritt (und das ist bei Dunkelheit, null Grad und Regen nicht auszuschliessen) und man fliegt zig Meter senkrecht hinunter. Eine zweites, jedoch kürzeres Stück gefährlicher Strecke gibt es auf der gegenüberliegenden Seite – hier würde man jedoch in den Traunsee fallen, wo die Wasserrettung im Boot schon auf Läufer wartet… Die Labestationen sind ausreichend, die wenigen Zuschauer sind mit voller Begeisterung dabei.

***** Pitztal Maniak | 95km mit 7.000Hm | Ende Juli | sehr technisch

Vom Niveau in jeglicher Hinsicht top: technisch extrem schwer, steil, hoch oben und lange. Bis auf ein paar Lücken bei der Markierung (ich rede hier von Hochalpinem Gelände) top organisiert: familiäre Stimmung, höchst professionelles Sicherheitskonzept, würdiger Rahmen – sicherlich einer der anspruchsvollsten Ultra-Trails in den Alpen…

***** Großglockner Ultra-Trail | 110km mit 6.500Hm | Ende Juli | ****

Gleich im ersten Drittel geht es mit rd. 4.000Hm so richtig zur Sache. Die Tatsache, dass weite Teile der Strecke über 2.500m liegen, macht diesen Lauf insgesamt sehr fordernd. Technisch anspruchsvoll sind dafür nur kürzere Abschnitte. Insgesamt gut organisiert: die Labestellen sind gut gefüllt, an Schlüsselstellen befinden sich einige Bergretter, die Markierung erfüllt ihren Zweck.

**** Mountainman | Halb- und ganzer Marathon, 80km mit 5.000 Hm | Mitte August | hart aber herzlich

Die Strecke ist trotz der alpinen Auslegung des Laufs technisch nicht sehr anspruchsvoll, jedoch was das Höhenprofil betrifft (5.000Hm) sehr fordernd. Besonders die Moorlandschaft verlangt bei Nässe viel ab. Die Organisation funktioniert wie bei einem Schweizer Uhrwerk. Was Preis-Leistung beim Nenngeld betrifft, so spürt man als Österreicher die Kaufkraft in der Schweiz extrem. Der Zieleinlauf am Pilatus könnte etwas herzlicher sein, aber da sollte man ohnedies andere Sorgen haben…

**** Stainzer Schilcherlauf | 5,25km, 10,5km, 15,75km und Halbmarathon | Anfang September | klein aber oho

Unter den Volksläufen in dieser Liga sicherlich ein Aushängeschild: sehr gut organisiert mit Hammerstimmung während und nach dem Lauf. Der Rundkurs weist auf einem Drittel eine geschmeidige Steigung auf, was aber – no na – auf der anderen Seite wieder zugute kommt.

*** Wachau-Marathon | Viertel-, Halb- und ganzer Marathon | Mitte Septmeber | schön, aber einsam

Die Strecke von Emmersdorf entlang der Donau nach Krems zählt landschftlich sicher zu den schönsten Läufen – leider ist diese Gegend dünn besiedelt, Zuschauer tauchen über weite Teile nur vereinzelt auf. Die Strecke hat den Ruf sehr schnell zu sein, was auch das Höhenprofil zeigt. Ich persönlich habe sie aber eher als "normal" in Erinnerung. Viel hängt auch vom Wind ab: wenn man Gegenwind hat, dann die volle Distanz… Die Verpflegung im Zielbereich ist toll, leider ist man als Läufer sehr vom Rest des Geschehens abgeschirmt. Im „nicht gesperrten Bereich“ ist die Stimmung 1A!

***** Berlin-Marathon | Marathon | Ende September | Fünf Sterne in jeder Hinsicht

In dieser Größenordnung eine wahrscheinlich einmalige Kombination: superschnelle Strecke, perfekte Organisation, einmalige Stimmung. Das hat sich aber schon herumgesprochen, daher gibt es bereits Wartelisten mit Verlosung, nachdem der Lauf bereits einmal am Tag nach der Anmelgung ausgebucht war.

*** Frauentaler Herbstfarbenlauf | 5 & 10km | Anfang Oktober | klassischer Volkslauf

Die Fünf-Kilometer-Runde ist recht flach und lässt gute Zeiten zu. Die gute Stimmung im Start/Ziel-Bereich lässt einen noch um ein paar Sekunden schneller laufen. Die Veranstaltung ist gut organisiert und bietet all das, was man von einem klassischen Volkslauf erwartet: gute Betreuung, herzliche Schlussveranstaltung mit Musik, Grillhendl und Verlosung…

** Graz-Marathon | 10km, Halb- und voller Marathon | Mitte Oktober | Stadtlauf ohne Wow-Effekt

Irgendwie kommt mir vor, als würde der Veranstalter bei der Streckenwahl nur darauf aus sein, eine schnelle Strecke zaubern zu wollen und lässt viele schöne Gegenden dafür aus (nebenbei fallt die Strecke auch nicht unter "schnell"). Die Organisation leidet nach so vielen Jahren immer noch an so mancher Kinderkrankheit, geht aber – abgesehen vom Preis-Leistungs-Verhältnis in Ordnung. Am Ende gibt´s eine Stärkung – auf ein Fest wartet man umsonst.

*** LCC-Herbstmarathon | 14km, Halbmarathon- und Marathon | Ende Oktober | superschnelle Strecke

Der Rundkurs über 7km entlang im Wiener Prater (meist auf der Hauptallee) ist vielleicht nicht jedermanns Sache und auf dern ersten Blick etwas langweilig. Dafür ist es aber für Betreuer sehr angenehm, weil man alle 3,5km beim selben Punkt vorbei kommt. Die extrem flache Strecke (flacher geht´s wirklich nicht) und die meistens kühlen Temperatunen Ende Oktober machen den Bewerb tauglich für persönliche Bestzeiten – einzig der für Wien typische Wind kann einen Strich durch die Rechnung machen. Die Schlussveranstaltung war zu meinen Zeiten eher mau, nachdem der Zieleinlauf aber nun im Ernst-Happel-Stadtion ist, besteht hier noch berechtigte Hoffnung.

***** Florenz-Marathon | Marathon | Ende November | Kultur pur auf schneller Strecke

Die Strecke zählt (bis auf die letzten fünf Kilometer wg. Brücken und Stocksteinplfaster) zu den schnellsten Europas und die Temperaturen sollen um diese Zeit auch perfekt sein. Die Organisation ist – nicht nur für italienische Verhältnisse – gut und die Stimmung entlang der Strecke ist von italienischem Flair geprägt.

**** New York City-Marathon | Marathon | Anfang November | muss man erlebt haben

Die Strecke lässt zwar keine Bestzeiten zu, aber deswegen sollte man auch nicht daran teilnehmen, denn hier geht es um das Aufsaugen der einzigartigen Stimmung: zig Nationen, tausende Starter, Massen entlang der Strecke – einmal sollte man daran teilgenommen haben…

Arbeitstiere

„ds trainer“ von Asics

Der überwiegende Teil meiner Laufeinheiten – egal ob Longjogg oder flotter Dauerlauf – wird mit diesem Modell abgespult. Er ist recht leicht und verfügt trotzdem über eine gute Dämpfung und Führung.

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Speedcross 3 gtx“ von Salomon

Meine erste Wahl wenns sehr nass, matschig oder kalt ist: er gehört zwar nicht zu den Leichtgewichten, ist aber sehr stabil, warm und – dank Gore Tex – sehr trocken. (Vorher hatte ich das Modell ohne Gore Tex und kann sagen, dass sich der Unterschied – um ein paar Euro teurer und eine Spur „klobiger – auszahlt).

Spezialisten

„ds racer“ von Asics

Meine erste Wahl bei Wettkämpfen auf der Strasse bis hin zur Marathondistanz und knapp darüber: sehr leicht und trotzdem noch recht stabil mit guter Führung…

„Adizero Adios Boost“ von Adidas

Den beworbenen „Boost“-Effekt habe ich noch nicht gespürt (soviel dürfte das auch nicht ausmachen, dass er während des Laufens zu bemerken ist) aber auf alle fälle gehört er in die enge Wahl bei Bewerben über sämtliche Distanzen – auch beim Intervalltraining trage ich ihn gerne.

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„S-Lab sense ultra“ von Salomon

Erste (und einzige Wahl) für sämtliche Bewerbe im Gelände über sämtliche Distanzen (also auch für Ultra-Trails…). Super-leicht, guter Grip, Geröllschutz an der Spitze und trotzdem stabil… ob er für Läufe jenseits der 60km stabil genug ist muss Jeder für sich entscheiden, für mich überwiegt jedenfalls der Vorteil was Gewicht und Stabilität betrifft – mehr als nur ein halbwegs guter Kompromiss…

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Socken

„RU 2″ von Falke

Passen mir einfach und haben eine recht hohe Laufleistung.

„Coolmesh“ von Wrightsocks

Schon interessant: Der Hersteller wirbt damit zu garantieren, von diesen Socken keine Blasen zu bekommen und siehe da, es funktioniert tatsächlich…

Kompressionsstrümpfe von „CEP“

Studien über die Vorteile von solchen Strümpfen gleich viele wie kritische Stimmen. Ich habe mich jedenfalls dafür entschieden, sie nur bei längeren Bewerben zu tragen, wobei ich in letzter Zeit auch oft ohne sie gelaufen bin, weil ich manchmal schon Probleme bezüglich der Passform hatte und sich Blasen gebildet haben. Angenehm sind sie jedenfalls bei Trailläufen, weil sie ausch Schutz vor diversen Büschen und Brennnesseln bieten.

Sonstige Helferlein

„V800″ von Polar

Vorweg: Bei der V800 handelt es sich um eines der Flaggschiffe von Polar – dementsprechend kritisch blicke ich auf mein Handgelenk bzw. die drei Monate zurück, seit ich die Uhr trage…
Die Kritik teilt sich im wesentlichen in zwei Teile: Hardware juii – Software pfuii
Zur Hardware: die Uhr mit ihrem integrierten GPS ist recht kompakt und durchaus Alltagstauglich, die Haptik mit dem Alu-Rahmen und gut definierten Druckpunkten sehr hochwertig, das Gorilla Glas sehr robust und das bis zu vierzeilige Display gut lesbar und bei Bedarf ausreichend beleuchtet. Den Akku finde ich ausreichend dimensioniert (bei meinem Nutzungsverhalten rund fünf Tage) bzw. kann er mit geringerer GPS-Aufzeichnung auf bis zu 50 Stunden ausgereizt werden. Leider kann die Uhr nicht mittels üblichen Micro-USB-Stecker oder dergleichen, sondern nur mittels der mitgelieferten „USB-Klemme“ aufgeladen werden.
Das GPS-Signal wird innerhalb weniger Sekunden gefunden und ging mir noch nie verloren. Rückmeldungen mittel Vibrationen, der schon länger im Auflauf befindliche und angenehm zu tragende Brustgurt sowie die einwandfreie Kopplung zwischen Puls-Sender, Uhr und Smartphone (in meinem Fall iPhone) runden die Hardware ab.
Für die Software der Uhr wurden in den letzten drei Monaten mehrere Updates zur Verfügung gestellt, welche sich zwar ohne Schwierigkeiten installieren ließen aber trotzdem für den Beigeschmack haben, dass es sich um ein noch nicht ganz ausgereiftes Produkt handelt (abgesehen davon ist die Uhr schon viele Monate am Markt). Aber besser hie und da ein Update als kein Update… Die Menüführung ist an das bekannte Polar-Schema angepasst und macht den Umstieg innerhalb der Polar-Produktpalette von Vorgängern sehr leicht. Leider wurden aber auch Features, welche die Vorgänger nicht hatten, in die V800 ebenfalls nicht übernommen: so gibt es zwar die automatische Rundenspeicherung, diese wird aber nicht als Zwischenrunde genommen und kann daher nicht separat ausgewertet werden. Beim Nachlaufen von auf der Uhr gespeicherten Strecken ist die Strecke nur innerhalb von 100m ersichtlich, weiter entfernt gibt ein Pfeil die Richtung zur Strecke an: eine Zoom-Funktion gibt es leider nicht – man muss, wenn man also weiter von der Strecke abgekommen ist, den direkten Weg, welcher nicht zwingend der Kürzeste ist, zurücklaufen. Auch die Online-Auswertung hat noch einige Schwächen: so ist eine Summe der abgespulten Höhenmeter nicht möglich. Will man diese wissen, müssen mühsam die einzelnen Einheiten geöffnet und die Höhenmeter per Hand addiert werden. Ebenso fehlt die Möglichkeit, fremde Strecken zu importieren, um z.B. bei Bewerben die vom Veranstalter zur Verfügung gestellte Strecke auf der Uhr zu haben: überspielt können nur Einheiten werden, welche von Polar-Produkten hochgeladen wurden.
Das mag vielleicht nach jammern auf hohen Niveau klingen, aber Polar legt sich mit der Bewerbung und des Preises dieser Uhr die Latte selbst sehr hoch. Trotz der Softwarte, welche mich teilweise an Beta-Versionen erinnert, gibt es Dank der Spitzen-Hardware gerade noch einen 2er ;-) (Nachtrag im Mai 2016: In den ersten Wochen hatte ich leider das Gefühl, einen Prototypen zu tragen. Nach einigen Updates ist die Online-Auswertung jedoch deutlich besser. Es besteht nun auch die Möglichkeit, Strecken in den gängigsten Formaten zu importieren. Mit diesen und vielen anderen kleineren Verbesserungen, kommt sie schon sehr nahe an einen Einser.)

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Trinkrucksack von Camelbak "Classic"

Dieses minimalistische Modell kommt bei Bewerben um die 50km zum Einsatz – allerdings nur dann, wenn keine Zusatzausrüstung (Jacke, Verbandszeug, etc.) vorgeschrieben ist, weil nur ein Handy mit Geldtasche darin platz hat. Dafür ist er sehr leicht und angenehm zu tragen. 2 Liter Flüssigkeit haben in der Trinkblase platz.

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Trinkrucksack von Salomon „Xa 10+3″

Dieses Modell verwende ich beim Laufen zur Arbeit und bei den meisten Ultra-Trails – er hat dementsprechend schon viel mitgemacht: über 6.000km bei sämtlichen Witterungseinflüssen, weit über 100 Waschmaschinengänge und teilweise vollgepumpt mit Mode… die Lebensdauer neigt sich zwar schon langsam dem Ende zu, die Qualität hat mich aber trotzdem sehr positiv überrascht. Bei voll ausgeschöpften 10 Litern Volumen ist immer noch recht angenehm zu tragen, wenn das Volumen mittels Zip auf 13 Liter erweitert wird leidet der Tragekomfort allerdings. Das Hauptfach ist nicht unterteilt, allerdings befindet sich noch ein kleines Täschchen mit Reißverschluss darin, wo Platz für Handy, Geldtasche etc. ist. die äußere Tasche ist für das Ende der Trailstöcke gedacht; ich verstaue hier immer meine Regenjacke und ggf. Handschuhe und Haube. Bei der linken Gürteltasche befindet sich ebenfalls noch ein kleines Zip-Täschen, wo allerdings nicht mehr als ein größerer Riegel Platz hat, auf der rechten Seite ein kleines Netz für zB Müll wie leere Gels. Was mir fehlt ist ein größeres Staufach, worauf ich auch während dem Laufen zugreifen kann. Es besteht zwar die Möglichkeit, zusätzliche Taschen nachzurüsten, aber das Gewicht von 406g noch mehr in die Höhe treiben und ich eher Rucksäcke „aus einem Guss“ bevorzuge. Die Trinkblase befindet sich in einer Unterteilung des Hauptfaches und fasst 2 Liter Flüssigkeit. Das Mundstück ist tropffrei und geschmacksneutral. Das Befüllen der Trinkblase ist jedoch nur möglich, wenn der Rucksack entweder fast leer ist oder die Trinkblase herausgenommen wird: beides bei Bewerben umständlich. (Mein nächster Rucksack wird wohl eine kleinere Trinkblase und dafür zwei Fläschchen an der Vorderseite haben: die Flaschen sind flotter zu befüllen – was dann auch bei Flüssen möglich ist – und das Gewicht wird besser verteilt). Der Rucksack wird zwar nicht als wasserdicht beworben, hat den Inhalt aber schon vor erstaunlich starken Regengüssen ausreichend geschützt.

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Trinkrucksack von Nathan „Elevation“

 Zugegeben, meine Kritik nach 1.000 Lauf-Kilometer am Rücken fällt etwas durchwachsen aus: von den Features und Fakten auf der Homepage her hätte es ein glattes „sehr gut“ werden müssen, aber störende Kleinigkeiten vereiteln dann doch noch den Einser… Eines der wichtigsten Kriterien bei einem Laufrucksack ist sicherlich die Passform, welche äußerst positiv ausfällt. Die Form ist gut anzupassen, er liegt eng am Rücken und ist – solange er nicht bis zum Rand voll gestopft ist – auch über lange Strecken sehr angenehm zu tragen. Das halbwegs geringe Gewicht von knapp 400g tut dem Tragekomfort natürlich auch sehr gut. Leider werden die elastischen Schnürungen um die Hüfe bzw. Brust auf Dauer immer länger und müssen bei längeren Läufen öfters nachgezogen werden. Ebenso störend finde ich die Lösung, wie die restlichen Bänder verstaut werden – dauernd baumeln irgendwo Bänder umher, weil sie nicht gut zu versorgen sind. Beim Packvolumen habe ich mir mehr erwartet. Angegeben sind 16 Liter Stauraum, aufgeteilt auf ein großes Innenfach (welches für die Trinkblase nochmals eine Trennung beinhaltet) und ein kleineres Außenfach – beide jeweils mit Zip zu verschließen. Durch die Aufteilung auf zwei Fächer bekomme ich jedoch im Echtbetrieb deutlich weniger Inhalt rein als vergleichsweise in den Salomon „Xa 10+3″, welcher mit nur 13 Litern wirbt. Für die meisten langen Trainingsläufe und Ultra´s reicht es aber allemal. Dafür ist der Inhalt durch die zwei Fächer etwas übersichtlicher gepackt und durch ein ausgeklügeltes Schnürsystem schön kompakt verstaut. Die Platzierung der zwei vorderen Trinkflaschen passen gut und auch die Fixierung des Trinkschlauches mit Magnet ist eine sehr gute Lösung. Die Idee der Handy-Tasche auf der linken Schulterschlaufe finde ich sehr praktisch – so ist es während eines Ultras problemlos möglich, schnell ein Foto zu schießen, ohne den Rucksack abnehmen zu müssen. Für meinen Geschmack ist sie allerdings etwas zu hoch platziert, weil es zu nahe an der Biegung der Schulter ist. Mein iPhone 5s mit klassischer Hülle hat gerade noch Platz, ein 6er dürfte sich wohl nicht ausgehen. (Nachtrag nach einem Jahr: der Aufdruck begann sich seit dem ersten Waschgang zu lösen; der Gummiteil, welcher die Schnürung zusammenhält ist nach einem Jahr eingerissen). Insgesamt erfüllt der „Elevation“ seinen Zwecks. Wegen einiger lästigen Kleinigkeiten und durchschnittlicher Qualität bekommt er von mir eine 3.

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Trinkrucksack von Dynafit „Enduro 12″

Für mich erfüllt er seinen Zweck: er liegt gut an, schluckt durch die Unterteilung in zwei Fächer vergleichsweise viel Inhalt und zählt mit weniger als 300g zu den Leichtgewichten. Die Einstellmöglichkeiten sind spartanisch aber ausreichend, eine Trinkblase von Drittanbietern (wie in meinem Fall von meinem Rucksack „Nathan Elevation“) passt rein, wobei die Fixierung des Schlauches am Brustgurt nicht optimal gelöst ist. Auch das mit Klettverschluss (und zusätzlich mit einem kleinen Karabiner) am Schultergurt zu befestigende Täschchen finde ich als eine provisorische Lösung; es wackelt beim Laufen einfach zu viel. Genauso wie die Zurrbändchen, welche mangels Schlaufen nicht zu fixieren sind. Obwohl er die genannten Schwächen hat, ist er für mich eine gute Wahl, weil er auch mit wenig Inhalt gut anliegt und so ein breites Spektrum (vom flotten 10er zur Arbeit bis zum Ultratrail über 20 Stunden) zweckmäßig abdeckt.

Trail-Stöcke

Leicht, stabil und ein kleines Packmaß bei erschwinglichen Preisen sollen sie haben: diesen Spagat – finde ich – schafft das Modell „C3 Carbon Power Lock“ von „Komperdell“ recht gut: mit nur knapp über 200g/Stock (ohne Handschlaufe und Teller) zählt er in dieser Preisklasse (unter € 100) zu den Leichtgewichten. Zudem ist er zusammengeschoben nur 69cm kurz. Der untere Teil besteht aus Titanal, die zwei oberen Teile aus Carbon: ich ziehe die Stöcke auf 115 cm aus (was durch drehen recht flott geht) und hatte bisher noch nicht den Eindruck, als wäre er an seinem Limit gewesen. Angenehm ist auch der Durchmesser von 18mm an der dicksten Stelle des Stockes: so ist es recht gut möglich, beide Stöcke mit nur einer Hand zu halten, was gerade in sehr unwegsamen Gelände ein Vorteil ist. Spannend finde ich allerdings, dass es anscheinend nicht möglich ist (oder ich bin einfach zu blöd dafür) die Handschlaufe ohne Schere zu entfernen: ich finde die Schlaufen hinderlich und musste mich daher für immer davon trennen…

Zeitnehmungs-Chip mit Klettband, Startnummernband

Kaution mit kleinem „Aufschlag“ und oft Anstellen bei der Rückgabe des Chips fallen damit weg. Die Befestigung am Knöchel mit dem Klettband schon die Nerven und ist überhaupt nicht störend. Das Band für die Befestigung der Startnummer bietet vor allem bei Ultra-Trails den Vorteil, daß beim Shirtwechsel die Startnummer nicht mitwechseln muss oder wenn eine Kleidungsschicht dazu kommt, die Srartnummer immer gut sichtbar ist.

Kohlehydratgel von Dextro-Energy

Ohne Kohlehydrate geht´s nicht – eh bekannt. Was die beste Lösung ist, da gehen die Meinungen auseinander. Bei Ultra-Läufen bilden Bananen und Kartoffelpüree die Basis. Aber auch zu Gels greife ich manchmal, gerade bei Bewerben bis zur Marathondistanz. Am besten vertrage ich diese Gels Besonders angenehm finde ich die Konsenstenz: flüssig und nicht zu süß.

Magnesium-Sticks

Bei Ultra-Bewerben reichere ich das Wasser in der Trinkblase mit Magnesium (ich benutze Magnosolv) an: ich führe es so schluckweise über einen längeren Zeitraum zu. Wenn die Beine aber immer schwerer werden (soll ja bekanntlich vorkommen) und sich ein Krampf anbahnt, dann greife ich frühzeitig zu solchen Magnesium-Sticks: ich vertrage ich recht gut bzw. ist das Ergebnis immer noch besser als ein Krampf.

4-Seasons-Rennrad

Das „Inflite 8.0″ von Canyon bietet mit € 1.399 ein sehr brauchbrares Alltags-Rennrad. Und mit den Scheibenbremsen und fixen gibt Schutzblechen gibt es auch keine Ausreden mehr bei Schlechtwetter. Und mit dem „Racing Ralph“ von Schwalbe als Gummi geht´s auch in den Monaten mit „R“ gut voran…

 

Auch Spaß muss sein

Das „Nerve 8.0″ von Canyon bietet um € 1.849 ein super Preis-Leistungs-Verhältnis… Gut: ich zähle mich jetzt nicht zur MTB-Elite, aber für Halbtages-Ausflüge mit mittleren Trails reicht es auf jeden Fall – und es bleibt noch seeeehr viel Luft nach oben!

Headset „JBL Synchros Reflect BT“

Die Kopplung via Bluetooth (in meinem Fall zu einem iPhone) klappt problemlos. Die Hörer sitzen (nach mehrmaligen Tragen wurde das Verbindungsband leichter und somit angenehmer) recht gut, die Musik ist ausreichend laut einzustellen. Die Bedienung habe ich bei meinem Vorgängermodell (großer Knopf am Bügel) besser gefunden – die kleinen Bedienknöpfe am Kabel finde ich mit Handschuhe gar nicht bzw. sind sie auch in der warmen Zeit schwer zu ertasten. Die 5-Stunden-Akkulaufzeit habe ich zwar nicht nachgemessen, dürfte aber ziemlich hinkommen.